Erdgeschoss · Geologie
Cephalopoden
Im Devon-Zeitalter (vor etwa 419 bis 359 Millionen Jahren) erlebten die Cephalopoden (Kopffüßer) eine gewaltige Entwicklung. In den damaligen Meeren gab es eine große Vielfalt dieser Tiere. Sie lassen sich in drei große Hauptgruppen





1. Die Ur-Ammoniten (Ammonoidea) Im Devon entstanden die allerersten Vorfahren der berühmten Ammoniten. Sie entwickelten eingerollte Schalen, was ihnen besseren Schutz gegen die damals aufkommenden Raubfische bot. • Goniatiten: Sie sind die wichtigsten Cephalopoden des Devons. Ihre Schalen waren meist einfach und rund eingerollt. Sie dienen der Wissenschaft heute als wichtige Leitfossilien zur Altersbestimmung von Gesteinen. • Clymenien: Diese Gruppe tauchte erst ganz spät im Oberdevon auf.
2. Die Nautiloiden (Nautiloidea) Diese Gruppe war schon vor dem Devon sehr erfolgreich. Zu ihnen gehören auch die Vorfahren des heutigen Nautilus. • Orthoceren (Geradhörner): Diese Tiere hatten keine eingerollte Schale, sondern eine lange, spitze und völlig gerade Schale. Sie sahen aus wie schwimmende Eistüten. • Oncoceriden & Cyrtoceren: Ihre Schalen waren leicht gebogen oder hornförmig, aber noch nicht komplett rund eingerollt.
3. Die Bactriten (Bactritida) • Bactriten: Sie hatten kleine, gerade, nadelartige Schalen. Sie sind für die Wissenschaft besonders spannend, weil sie als das Bindeglied gelten. Aus ihnen haben sich im Devon sowohl die Ammoniten als auch die modernen Tintenfische (Coleoidea) entwickelt.
- Inventarnummer
- LMM-2026-00050
- Sammlung
- Riffwand
- Standort
- Erdgeschoss · Geologie
Dauerhafter Link zur Hauptsprachenfassung/exponate/lmm-2026-00050/
Auf der Karte
Standort des Exponats
Die Karte ließ sich nicht laden. Bitte versuchen Sie es erneut.
- Lahn-Marmor-Museum50.3960°, 8.1866°Bei OpenStreetMap öffnen ↗
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL