← Zurück

Erdgeschoss · Geologie

Korallen (Tabulata)

exemplarische Bild des Wachstums einer Tabulata-Koralle
angeschnittenen Koralle in einer polieten Tabulata-Koralle

Korallen_ Die Tabulata: Die Baumeister der Urzeit-Riffe

Hinter dem Namen Tabulata verbirgt sich eine ausgestorbene Gruppe von Korallen. Sie lebten vom Ordovizium bis zum Ende des Perms (ca. 485 bis 252 Millionen Jahre vor heute). Im Gegensatz zu heutigen Einzelgängern bildeten sie ausschließlich Kolonien und waren die wichtigsten Riffbauer der paläozoischen Weltmeere – auch im Lahntal hinterließen sie fossile Spuren.

Was macht diese Korallen so besonders? • Die „Etagen-Wohnung“: Ihr deutscher Name Bödenkorallen verrät das Geheimnis. Wuchs der Polyp nach oben, baute er unter sich eine kalkige Zwischenwand – einen neuen Boden (Tabula). Das Skelett gleicht einem Turm mit vielen Stockwerken. • Keine echten Trennwände: Moderne Korallen besitzen oft scharfe, strahlenförmige Trennwände (Septen). Bei den Tabulata fehlen diese fast völlig oder sind nur als winzige Dornen sichtbar. • Überlebenskünstler im Schlamm: Sie waren extrem robust. Während heutige Korallen klares Wasser brauchen, gediehen Tabulata auch in trüben, schlammigen Gewässern.

Bekannte Formen Die Evolution brachte erstaunliche Wuchsformen hervor: • Wabenkorallen (Favosites): Ihre Skelette erinnern an die sechseckigen Waben von Bienen. • Kettenkorallen (Halysites): Von oben betrachtet wirken die Korallenröhren wie die Glieder einer Kette. • Orgelkorallen (Syringopora): Diese Kolonien bestehen aus parallelen Röhrchen, die wie die Pfeifen einer Kirchenorgel aussehen.

Inventarnummer
LMM-2026-00040
Datierung
485 - 252 Mio. Jahre
Sammlung
Fosilien
Standort
Erdgeschoss · Geologie

Auf der Karte

Standort des Exponats

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

exemplarische Bild des Wachstums einer Tabulata-Koralle